Vita

Zeitungsartikel - 2012  der "Traunspiegel"

Interview - Alexander Savel , Traunspiegel Herausgeber.

Ingrid Achleitner – Schmuck Kunst


„Vom Traum zur Wirklichkeit" – so könnte man die Geschichte von Ingrid Achleitner aus Bad Ischl nennen. Noch vor ihrem 40. Geburtstag hat die gelernte Goldschmiedin den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und sich damit einen lang gehegten Lebenswunsch erfüllt. Durch ihre vielen Erfahrungen – auch Lebenserfahrungen – ist sie nun in der Lage, Schmuckstücke herzustellen, die aus einem tiefen Empfinden entstehen und die dem Besitzer viel Freude machen und im besten Fall Energie schenken sollen. Die Künstlerin ist auch ein Beispiel in unserer Serie über besondere Talente. Sie hat aus ihrer Begabung ein Lebensziel gemacht.

Weshalb hat man Blumen am Balkon oder warum zieht man sich schön an? Nicht weil es unbedingt notwendig ist, sondern weil es einem gut tut. Diese Einstellung hat auch die freischaffende Künstlerin Ingrid Achleitner. „Schmuck soll Freude und Wohlbehagen bringen. Man soll ihn gerne tragen und beim Betrachten soll er ein freudiges Gefühl auslösen. Damit kann ein Schmuckstück zu einem glücklicheren Leben beitragen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Ringe, Ketten, Broschen usw. mit Geduld, Liebe und in einem harmonischen Umfeld angefertigt werden."

Ingrid Achleitner hat einen weiten Teil ihres Lebensweges zurücklegen müssen, um zu dieser Erkenntnis und Einstellung zu kommen. Aber eines wusste sie schon während ihrer Hauptschulzeit: sie wollte Goldschmiedin werden. Zum soliden Handwerk hat sie vielleicht ihr Vater angeregt. Als gelernter Zimmerer hat er nicht nur während seiner Berufszeit, sondern auch in seiner Werkstätte zu Hause immer wieder Besonderheiten angefertigt, wie zum Beispiel Wasserräder und eine Modell-Mühle (wir stellten Franz Achleitner, vulgo Feldmann mit seinen Wasserrädern bereits vor).

Nach der Schulzeit bekam Ingrid die Chance in einer  Goldschmiede  eine Lehre zu absolvieren. Ihr besonderes Talent zeigte sie unter anderem darin, dass sie einen Lehrlingswettbewerb gewann. Kreativität und Feinfühligkeit gehörten neben dem handwerklichen Können schon damals zu ihren Talenten. Nach acht Jahren veränderte sie sich, ging nach Innsbruck in eine Goldschmiede, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Dazu machte sie weitere Ausbildungen wie Zeichnen und Entwerfen von Schmuck, Fassen von Steinen, Platinverarbeitung, Treiben und Ziselieren. Dazu ist die geprüfte Gemmologin (Sachverständige für Schmuck und Edelsteine). „So sehr mit die Arbeit in Innsbruck gefiel, sosehr sehnte ich mich in das ländliche Leben zurück. Ich bin kein Stadtmensch, sondern brauche die Natur um mich, die mich auch für meine Schmuckstücke inspiriert." So kam Ingrid Achleitner zurück nach Bad Ischl. Natürlich sind hier die Arbeitsplätze als Goldschmied rar. Deshalb arbeitete sie einige Jahre als Filialleiterin in einem Schmuckgeschäft und konnte auch hier ihre Fähigkeiten einsetzen, aber eine kreative Arbeit war hier nicht möglich. „Ich war voller Ideen und wollte endlich wieder Schmuck herstellen. Durch den Umgang mit den vielen Kunden kannte ich deren Wünsche und so bin ich auf die Idee gekommen, Schmuckstücke ganz individuell anzufertigen."
Ingrid Achleitner legte die Unternehmer- und Lehrlingsausbilderprüfung ab. Im April dieses Jahres wagte sie dann den Schritt in die Selbstständigkeit. Zu Hause richtete sie sich eine kleine Werkstätte ein, umgeben von der vertrauten Natur ihrer Kindheit. „Fünfzehn Jahre lebte der Traum in mir, nun habe ich ihn verwirklicht", freut sie sich über diesen mutigen Schritt. Entsprechend motiviert ist sie für ihre Arbeit: „Wenn ich in meine Werkstätte gehe und mich zu meiner Arbeit setzte, spüre ich, dass es gut und richtig ist, was ich mache. Ich möchte diese positive Energie, die ich verspüre, auch in meine Schmuckstücke einfließen lassen. Und ich freue mich, dass ich endlich meine Ideen in Materie umsetzen kann."

Neben Silber und Gold arbeitet Ingrid Achleitner gerne mit Diamanten, Muscheln, Holz und anderen natürlichen Materialien. Das Holz stammt übrigens aus dem eigenen Wald des Bauernhauses ihres Vaters. „In meinen Schmuckstücken möchte ich die positive Energie der Natur bündeln und diese soll sich dann auf den Besitzer übertragen. Es ist ähnlich wie bei einem schönen Bild. Wenn man ein solches betrachtet, löst das Freude aus und daraus kann man Kraft schöpfen. Ich arbeite deshalb ganz eng mit meinen Kunden zusammen, damit ihnen das Schmuckstück möglichst viel Freude bereitet und Kraft gibt."

Eine Spezialität von Ingrid sind die Trauringe, die eine starke Symbolkraft besitzen. „Die Ringe werden mit Liebe und Begeisterung gefertigt und sollen dadurch Glück in das gemeinsame Leben bringen."

Auf der Website der Künstlerin sind viele der Einzelanfertigungen zu sehen. Der Schmuck wird aber auch nach den persönlichen Vorstellungen der Kunden angefertigt. Im Dezember wird Ingrid Achleitner ihre Kollektion erstmals bei einer Ausstellung in St. Wolfgang im Rahmen des Wolfgangsee-Advent zeigten.

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Ingrid Achleitner | Pflegergasse 4/2 | 4822 Bad Goisern | Telefon: 0681 10334502 | Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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